Startseite » Neuigkeiten

Neuigkeiten

SABK e.V. gratuliert dem Abgussmuseum zu seinem 150jährigen Bestehen

IMG_8779.jpeg

Die neue Vitrine im Gartensaal des MfA mit den vom Verein gestifteten Abgüssen spätantiker Hofkunst und Numismatik. (C) C. Keane

In diesem Jahr begeht unser mittlerweile langjähriger Gastgeber,  das Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke in München sein 150jähriges Bestehen. Wir gratulieren dem Haus zu seiner langen Geschichte, die in Kürze in einer Festgabe reich bebildert nachzulesen sein wird. Zu diesem Anlass war es unserem Verein möglich, dem Museum mehrere kleinformatige Gipse, die eigens zu diesem Zweck angefertigt wurden, als Geschenk zu überreichen.

Es handelt sich um eine galvanoplastische Kopie des berühmten Konstantinsmedaillons mit Chi-Rho aus der Staatlichen Münzsammlung (München), das zugleich unser Vereinslogo ist, den Kameo der konstantinischen Familie vom sog. Ada-Evangeliar (Trier) und um eine Gemme (Berlin) Konstantins oder eines seiner Söhne. Alle drei Abformungen sind in einer neuen Vitrine im sog. Gartensaal ausgestellt. Dort bilden sie mit dem Modell des Konstantinsbogens im Maßstab 1:20 einen kleinen spätantiken Schwerpunkt. Die weiteren zahlreichen Abgüsse, v. a. Porträts, aus der Zeit der Spätantike warten in UG des Museums am Münchener Königsplatz auf Besucher. Dort ist auch der Abguss des überlebensgroßen Konstantinskopfes, der dem Museum dank großzügiger Spenden unserer Mitglieder vor nun mehr über zehn Jahren geschenkt werden konnte, aufbewahrt.


Unser neues Vortragsprogramm für das Wintersemester 2019/20 ist online!


Bericht zur Kurzexkursion nach Speyer

Am 29. und 30. Juli 2019 war eine Gruppe, die sich aus Mitgliedern des DFG-GRK 2337 „Metropolität in der Vormoderne“ und des Vereins für Spätantike Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte (SABK e. V.) zusammensetzte, zu Gast im pfälzischen Speyer. Zum Auftakt konnte der Speyerer Dom samt der Kaiser- und Königsgräber, die dort im Jahr 1900 wiederentdeckt wurden, besichtigt werden. Dieser größte romanische Kirchenbau, der im Auftrag des Saliers Kaiser Konrad II. (reg. 1027 bis 1039) begonnen wurde, diente vier deutschen Kaisern, vier Königen und vier ihrer Gattinnen als letzte Ruhestätte. Speyer nahm damit im Heiligen römischen Reich Deutscher Nation eine Stellung als Erinnerungsort ein, die etwa mit der französischen Königsgrablege in der Kathedrale Saint-Denis vergleichbar war. In den weiteren Führungen durch die Altstadt und den Judenhof präsentierte sich Speyer als eine vormoderne Stadt, in der die meist friedliche Koexistenz verschiedener Religionsgruppen (Katholiken, Protestanten und Juden) besonders anschaulich nachvollzogen werden konnte.
Neben dem mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Speyer, das in den geführten Stadtspaziergängen im Zentrum stand, lag ein Schwerpunkt der Exkursion auf der Rolle Speyers und der Pfalz in der Spätantike. Dazu führte Dr. Markus Löx die Gruppe durch die Ausstellung „Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike“ (Historisches Museum der Pfalz). Dort konnten u. a. an archäologischen Funden, die in Bezug zu verschiedenen Krisen gesetzt wurden, grundsätzliche methodologische Fallstricke bei der Verbindung literarisch bezeugter Krisen und archäologischer Quellen diskutiert werden. Ferner beleuchteten einige Objekte die teils weitreichenden Handelsverbindungen der Pfalz noch im späten 4./ frühen 5. Jh. und halfen die Versorgungswege des spätantiken civitas-Hauptortes Nemetae (Speyer) besser zu verstehen.

M. Löx



Kurzexkursion nach Speyer

ANMELDUNG unter markus.loex[@]gmx.de bis zum 10.07.2019

Verein für Spätantike Kunstgeschichte und Byzantinische Archäologie e. V. und GRK Metropolität in der Vormoderne (UR)

29. und 30. Juli 2019

Wissenschaftliche Leitung Dr. Markus Löx

  • Gemeinsame Anreise per Bahn, Gruppenticket ca. 50/ bzw. 55 Euro (bei PAX 10; ab München Hbf 9:28 ‒ an Speyer Hbf 13:32 / ab Speyer Hbf 17:02 ‒ an München Hbf 20:28 bzw. ab Regensburg Hbf 08:21 ‒ an Speyer Hbf 13:31 / ab Speyer Hbf 17:02 ‒ an Regensburg Hbf 21:31 )
  • Übernachtung: Buchung individuell (Hotels ab 80 Euro DZ/EZ; Jugendherberge ab 24,50 Euro)
  • Eintritte vor Ort ca. 30 Euro (Studierende ca. 25 Euro)
  • Mindestteilnehmerzahl 12 Personen

Besichtigungsprogramm:

Tag 1: Bezug der Unterkünfte, Führung durch den Kaiserdom UNESCO Welterbestätte, abends Nachwächtertour

Tag 2: Vormittags Besuch der Ausstellung „Valentinian I. und die Pflaz in der Spätantike“ (Historisches Museum Speyer, Führung Dr. M. Löx),
Nachmittags Führung Judenhof mit Museum SchPIRA und Mikwe

Die Ausstellung „Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike“ präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse, die eine dicht besiedelte Landschaft mit zahlreichen größeren und kleineren Städten, befestigten Siedlungen und landwirtschaftlichen Betrieben bezeugen, die wahren Prunkvillen ähnelten. Die Pfalz erfuhr für kurze Zeit eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte, die nach dem Zusammenbruch der römischen Verwaltung im 5. Jahrhundert n. Chr. jedoch allmählich ein Ende fand.

Den zweiten Teil der Kurzexkursion widmet sich dem mittelalterlichen Speyer. Europas größte romanische Kirche, der in den 1020ern von Kaiser Konrad II begonnene und als salische Herrschergrablege genutzte Dom bildet dabei einen Höhepunk. Passend zur Ringvorlesung „Stadt und Religion(en) in der Vormoderne“ (Universität Regensburg, http://forum-mittelalter.de/cms/front_content.php?idcat=10&lang=1) besichtigen wir auch den Judenhof samt Ruine des ältesten aufrecht stehenden jüdischen Kultbaus in Mitteleuropa aus dem Mittelalter, jüdischem Ritualbad (Mikwe vor 1226) und Frauenschul.

Studentische Mitglieder des Vereins SABK e. V. können per formlosen Antrag an den Vorstand eine Reisekostenunterstützung erbeten. Über die Höhe und Gewährung entscheidet der Vorstand je nach Nachfrage.

Um verbindliche Anmeldung bis zum 10. Juni 2019 wird gebeten unter markus.loex[at]gmx.de



Kolloquium der Spätantiken und Byzantinischen Kunstgeschichte der LMU München in Zaunhof, Tirol

09.05.2019-12.05.2019

In konzentrierter und kollegialer Atmosphäre konnten sich in diesem Jahr wieder Studierende und Qualifizierende der Spätantiken und Byzantinischen Kunstgeschichte und ihrer Nachbardisziplinen in Zaunhof im Pitztal zum wissenschaftlichen Austausch versammeln. Akademischer Betreuer des Kolloquiums war dankenswerterweise Prof. Dr. Franz Alto Bauer, der mit seiner einfühlsamen und hilfsbereiten Art die regen Diskussionen lenkte. Insgesamt stellten etwa 10 angehende Wissenschaftler ihre Thesen vor aufmerksamen Hörern unterschiedlichster Fächer vor.

Beispielweise stellte uns die Doktorandin Arabella Cortese mit dem Referat „Anemurium: Auf den Spuren der Apostel?“ einen Teil ihres Dissertationsprojektes vor. Anemurium, eine Hafenstadt in Kilikien, soll kurzzeitig die Wirkstätte des Paulusbegleiters Barnabas gewesen sein, dessen Verehrung durch Einheimische und Pilger sich belegen lässt. Diskutiert wurde unter anderem die dortige Apostelkirche im Blick auf die Frage, ob an diesem Ort der Barnabas-Kult lokalisiert werden kann, welche Art der Verehrung hier stattfand und wie die Barnabas-Verehrung in der näheren und weiteren Umgebung fassbar ist.

Die Masterstudentin Corinna Mairhanser, die eine Masterarbeit zum Themenkomplex Vorhänge vorbereitet, stellte umfassend dar, wie vielfältig (auch begrifflich) die Verwendung und Funktion von Vorhängen in Spätantike und Byzantinischer Zeit zu denken ist. Die dem Vortrag nachfolgende Diskussion griff bis in die Theater- und Bühnentheorie, sowie die spätantike Kaiserrepräsentation über.

Methodische Überlegungen seine Dissertation betreffend wurden uns von André Lindörfer vorgestellt, der zum Thema „Jugend und Herrschaft im Römischen Reich“ promoviert. Sein Vorhaben beschäftigt sich mit den Kinderkaiser im Imperium. Dass der Jugend-Begriff der Kaiserzeit offenkundig ein anderer war als unser heutiger, legte Herr Lindörfer uns der gesellschaftlichen, rechtlichen und politischen Stellung Jugendlicher und Adoleszenten dar.

Marcel Philipp macht sich in seiner Masterarbeit den Residenzstadt-Begriff der tetrarchischen Zeit zum Thema. Anhand der „Residenzstädte“ Trier, Mailand und Sirmium legte er uns dar, welche Schwierigkeiten der voreiligen Nomenklatur einer Stadt als Residenzstadt anhand der in der Forschung als kanonisch geltenden Kriterien Palast mit Circus anhaften. In der Diskussion kam die berechtigte Frage auf, anhand welcher materieller Kriterien eine solche Terminologie bzw. Definition noch aufrecht zu erhalten ist, die vielmehr eine von Rom her gedachte Konstruktion der Forschung zu sein scheint.

Carolin Schäfer referierte zu den Monolithkirchen von Lalibela in Äthiopien. Sie forscht in ihrer Bachelorarbeit zur Frage, ob diese eine Repräsentation der Heiligen Stätten in Jerusalem oder gar der ganzen Stadt Zions darstellen und präsentierte uns theologische, frömmigkeitsgeschichtliche wie bauarchäologische Gründe für eine solche Annahme.

Julian Hollaender stellte uns Teile seines fast abgeschlossenen Dissertationsprojektes vor, das den Titel „Flüsse und ihre Götter in der römischen Kaiserzeit“ trägt. Anhand der beispielhaften Städte Perge und Ephesus wurde u. a. die Fragen diskutiert, wie Flussgötter zur Darstellung im Bildnis kommen und welche Funktionen sie in Stadt, Gesellschaft und Religion haben.

D. Baumgartner



Unser neues Vortragsprogramm für das Sommersemester 2019 ist online!

Wir freuen uns, Sie zu vier abwechslungsreichen Vorträgen einladen zu dürfen.



Festakt anlässlich des 25-jährigen Vereinsjubiläums

Am 21. November feierte unser Verein sein 25-jähriges Bestehen. Wir danken allen Untertützern der vergangenen Jahre herzlich!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Auf dem Festakt betonte die Dekanin der Fakultät für Kulturwissenschaften der LMU München, Frau Prof. Dr Carola Metzner-Nebelsick, wie sehr der Verein das Vortragsangebot an der LMU bereichere und dankte für die Einzelförderung von Studierenden mittels eines Deutschlandstipendium sowie für die Finanzierung wissenschaftlicher Workhops und internationaler Tagungen durch unseren Verein. Danach erinnerte Frau Dr. Andrea Schmölder-Veit vom Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke an die gute Zusammenarbeit zwischen Verein und Museum, in dessen Räumlichkeiten der Festakt dankenswerterweise stattfinden konnte. Im verlesenen Grußwort des Ehrenvorsitzenden, Herrn Prof. Dr. Johannes G. Deckers, dankte dieser den Gründungsmitgliedern und allen Unterstützern des Vereins und warb um deren Gunst, um auch in der Zukunft ein lebendiges Vereinsleben gestalten zu können.

Nach der Verleihung des Juliana-Anicia-Preises an Herrn Dr. des. Sebastian Watta für seine herausragende Dissertation entführte Herr Prof. Dr.Gunnar Brands die Anwesenden in die antike Metropole Antiochia am Orontes.

Der Vorstand dankt allen Beteiligten für einen gelungenen Festakt und den Vereinsmitgliedern für ihre langjährige Treue.


 

Vereinsjubiläum – 25 Jahre SABK e. V.

VOT XXV Reverse
(C) Andreas Pangerl

Festvortrag

Prof. Dr. Gunnar Brands (Halle)

Antiochia am Orontes Archäologie einer Metropole

Antiochia am Orontes gehörte neben Rom, Konstantinopel und Alexandria
zu den größten Metropolen der hellenistisch- römischen Welt. Unser
Bild dieser Stadt wird im Wesentlichen von den Berichten antiker Autoren
geprägt. Gemessen an der überaus reichen schriftlichen Überlieferung
ist die spätantike Stadt archäologisch dagegen vergleichsweise
gestaltlos geblieben. Dennoch beginnt sich abzuzeichnen, dass das
spätantike Antiochia nicht die heile Mustersiedlung gewesen ist, als
die sie viele antike Schriftsteller zeichnen, sondern eine Metropole,
die im Gefolge demographischen und wirtschaftlichen Wandels sowie
zahlreicher Naturkatastrophen seit dem 4. Jh. n. Chr. einschneidende
Stadtumbauten erlebte. Dementsprechend ist auch die Kunstgeschichte der
Stadt konturlos geblieben.
Einige ausgewählte Befunde sollen einen Einblick in die Urbanistik,
Architektur und Kunstgeschichte des spätantiken Antiochia vermitteln.

Im Anschluss wird der Juliana-Anicia- Preis 2017 verliehen.

Dienstag, den 21. November 2017, 18 Uhr c. t.
Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke
Raum 204−206 ‚ 2. Stock
Katharina-von-Bora-Str.10, 80333 München

Um Anmeldung unter info.byzantinischekg.lmu@googlemail.com wird gebeten.


Ehrenvorsitzende: Prof. Dr. Marcell Restle; Prof. Dr. Johannes Deckers

*

Exkursion der Studenten der „Spätantiken und Byzantinischen Kunstgeschichte“ nach Jerusalem

Unter der Leitung von Prof. Dr. Franz Alto Bauer und Katharina Palmberger besuchten die Studenten der „Spätantiken und Byzantinischen Kunstgeschichte“ im Oktober 2014 die heiligen Stätten Jerusalems. So standen unter anderem die Grabeskirche sowie die Stationen der Via Dolorosa auf dem Exkursionsplan. Einen besonderen Punkt beschrieb der Besuch des Felsendoms und der Al-Aqsa Moschee, eine Chance, die sich nicht jedem Jerusalem-Reisenden bietet und Dank der „Jerusalem Islamic Waqf“ und Arafat Amro, der über den Tempelberg und durch die Stätten führte, ermöglicht wurde. Des Weiteren lies Katharina Palmberger die Teilnehmer im Rahmen Ihrer Promotion auf den Spuren der Kreuzfahrer wandeln. Alles in allem eine wundervolle Exkursion, die allen Teilnehmern noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

IMG_8533 (Large)
IMG_8704 (Large)

*

Kolloquium in Tirol

Dank der finanziellen Unterstützung des Vereins konnte das Kolloquium der „Spätantiken und Byzantinischen Kunstgeschichte“ der LMU auch dieses mal wieder Anfang Juli 2014 in Tirol stattfinden. Neben den zahlreichen spannenden Vorträgen der Studierenden war es möglich einen Tagesausflug in das nahe gelegene Benediktinerinnenkloster St. Johann von Müstair im Kanton Graubünden und den umliegenden Kirchen zu unternehmen.

DSC_0075
DSC_0097

*

Tagesexkursion zur Sonderausstellung „Imperium der Götter. Isis – Mithras – Christus“

Am 07. März 2014 besuchten einige Mitglieder des Vereins unter der Leitung von Dr. Markus Löx die Sonderausstellung „Imperium der Götter. Isis – Mithras – Christus“ im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe.

*

Kolloquium in Tirol

Dank der finanziellen Unterstützung des Vereins konnte das Kolloquium der Spätantiken und Byzantinischen Kunstgeschichte der LMU Anfang Juli in Tirol stattfinden. Neben zahlreichen Vorträgen fand bei strahlendem Sonnenschein außerdem eine Bergwanderung statt.

DSCF0013
P1000417
P1000434

Kolloquium in Köln

Dank der finanziellen Unterstützung des Vereins konnte das Kolloquium der Spätantiken und Byzantinischen Kunstgeschichte der LMU im Februar in Köln stattfinden.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: